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Automatisierte Generierung von Story Maps am Beispiel von Schiffsrouten aus der Frühen Neuzeit

74. DKK

Dresden 2026

28. Mai, 14:05–14:25·

Stefan Fuest, Maximilian Herbers, Andreas Gollenstede

Im Forschungsverbund DiViAS (Digitalisierung, Visualisierung und Analyse von Sammlungsgut) werden historische Quellen analysiert, aus denen unter anderem Schiffsrouten rekonstruiert werden. Ein Ziel des Projekts ist es, die aufbereiteten historischen Daten so zu präsentieren, dass aus den einzelnen Ereignissen im Reiseverlauf eines Schiffs eine nachvollziehbare und zugleich ansprechende Erzählung entsteht. Um dies zu erreichen, wird die Reise in ihrem zeitlichen Ablauf in Form einer Story Map dargestellt, sodass jedes Ereignis einzeln erkundet werden kann.

Durch semantische Textsegmentierung werden transkribierte Logbücher automatisiert in relevante Narrativeinheiten zerlegt, die einzelnen Story Map-Kapiteln entsprechen. Auf Basis dieser Kapitel werden systematisch räumliche (Ortsnamen, Koordinaten), zeitliche (Datum, Uhrzeit) sowie akteurbezogene (Personen, Objekte) Informationen extrahiert und in einer Geodatenbank ereignisbasiert abgelegt. Die historischen Quellen wie Logbucheinträge, Abbildungen oder Kartenausschnitte werden direkt mit den jeweiligen Orten und Zeitpunkten verknüpft, um den Kontext der Reise zu erläutern. Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Visualisierung raumzeitlicher Unschärfen in der Datengrundlage, die mithilfe eines automatisierten Verfahrens erstellt und visuell kommuniziert wird. Die gestalterische Umsetzung wurde auf Grundlage einer vorangegangenen Umfrage zur Nutzerfreundlichkeit eines Story Map-Prototyps entwickelt, mit dem Ziel, historische Schiffsrouten möglichst intuitiv, klar und visuell ansprechend zu vermitteln.