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FOSSGIS Workshop

QGIS-Atlas-Funktionen: Teilkarten einer Region in unterschiedlichen Maßstäben

Die Erstellung einer Reihe von sich überlappenden Teilkarten einer Region in unterschiedlichen Maßstäben mit einheitlichen Kartenbildern ist aufwändig. In den Überlappungsbereichen können Probleme hinsichtlich der Platzierung von Beschriftungen auftreten. Die harmonische Skalierung von Schriften und Signaturen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Es wird gezeigt, wie die QGIS-Atlas-Funktionen genutzt werden können, um den Arbeitsablauf zu vereinfachen. Grundkenntnisse in QGIS sind erforderlich.


Die Erstellung einer konsistenten Reihe von sich überlappenden Teilkarten einer (z. B. touristischen) Region in unterschiedlichen Maßstäben erfordert in der Regel einen hohen Zeitaufwand. Die Hauptaufgabe, einheitliche Kartenbilder und identische Layouts für die verschiedenen Teilbereiche zu erzeugen, kann durch die Atlas-Funktionen von QGIS unterstützt werden. In diesem Workshop wird demonstriert, wie diese Funktionen zur Automatisierung und Optimierung dieses komplexen kartografischen Arbeitsablaufs eingesetzt werden können.

Der technische Schwerpunkt dieses Workshops liegt auf der Generierung der Teilkarten unterschiedlichen Maßstabs auf der Basis eines gemeinsamen Datenbestandes. Im Gegensatz zu standardisierten Teilkarten mit einem festen Maßstab ermöglicht die Generierung von Teilkarten unterschiedlicher Maßstäbe eine optimale Anpassung an die verschiedenen Ausdehnungen der jeweils dargestellten Ausschnitte. Dies ist unabdingbar, wenn die darzustellenden Bereiche in ihrer Größe stark variieren (z. B. touristische Teilregionen mit unterschiedlicher Flächenausdehnung).

Probleme können beispielsweise in den Überlappungsbereichen hinsichtlich der Positionierung und der Ausrichtung der Beschriftungen auftreten. Die harmonische Größenanpassung der Schriften und der Signaturen in Abhängigkeit des Maßstabs spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ggf. sind je Region auch noch individuelle Inhalte, wie z. B. Hervorhebungen von Touren, zu berücksichtigen. Die Umsetzung erfordert fortgeschrittene Ausdrücke und die Nutzung datengesteuerter Überschreibungen in QGIS, um die entsprechenden Platzierungs- und Skalierungs-Parameter für die Features je Teilkarte individuell zu berechnen und anzuwenden.

Während im Rahmen des Workshops auf ein Beispiel aus dem Tourismus eingegangen wird, lässt sich das Vorgehen auch auf andere Anwendungsbereiche übertragen.

Für die Teilnahme sind Grundkenntnisse in QGIS erforderlich.

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FOSSGIS Workshop

Visualisierung (unscharfer) raumzeitlicher Daten mit QGIS – Beispiel Tierbewegungen

Ziel dieses Workshops ist die kartographische Aufbereitung von (unscharfen) raumzeitlichen Daten mit QGIS am Beispiel von Tierbewegungen – eine Übertragbarkeit auf andere Themen ist gegeben. Für eine übersichtlichere Darstellung ist zunächst die Identifikation von Datenlücken und eine Generalisierung durch Aggregation der Trajektorien notwendig. Die anschließende dynamische Visualisierung erfolgt unter Nutzung der QGIS-Zeitsteuerung. Für die Teilnahme sind Grundkenntnisse in QGIS erforderlich.


In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden, wie aus Bewegungsdaten – hier insbesondere Trajektorien von Tierbewegungen – mit QGIS qualitativ hochwertige kartographische Darstellungen erzeugt werden können. Je nach Anwendungsfall werden für die Datenaufbereitung in einem ersten Schritt nah beieinander liegende Trajektorien und Häufungen aggregiert, um eine übersichtlichere Darstellung zu erhalten. Ein Fokus liegt auf dem Umgang mit Datenlücken und der potenziell in den Daten enthaltenen Unschärfe: Wie können fehlende Daten in QGIS sinnvoll ergänzt und Ungenauigkeiten in der Datengrundlage durch geeignete Symbolisierung visuell kommuniziert werden?

Anhand eines praxisnahen Beispiels wird anschließend gezeigt, wie Bewegungsdaten visualisiert und zeitliche Dynamiken mithilfe der QGIS-Zeitsteuerung dargestellt werden können. Am Ende des Workshops soll ein Export der Kartenanimation zur weiteren Verwendung, beispielsweise auf Webseiten und in Präsentationen, erfolgen.

Während im Rahmen des Workshops auf ein Beispiel aus der Tierwelt eingegangen wird, sind die vermittelten Techniken auch auf andere Anwendungsbereiche der Analyse von Bewegungsdaten übertragbar.

Für die Teilnahme sind Grundkenntnisse in QGIS erforderlich.

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FOSSGIS Workshop

Einführung, Anwendungen und Grenzen von KI-Agenten für geographische Fragestellungen

In diesem Workshop erhalten Teilnehmende einen praxisnahen Einstieg in KI-Agenten für geographische Fragestellungen. Es wird gezeigt, wie generative KI in GIS-Workflows (z. B. mit PostGIS, OSM, QGIS) integriert werden kann. Darüber hinaus werden konkrete Anwendungsfälle von KI-Agenten vorgestellt und die Grenzen ihrer Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Teilnehmende erhalten zudem einen Überblick über aktuelle Open-Source Frameworks und visuelle Workflow-Builder für die Arbeit mit KI-Agenten.


In diesem dreistündigen Workshop erhalten die Teilnehmenden einen praxisnahen Einstieg und Überblick in den Einsatz von KI-Agenten, insbesondere für geographische Fragestellungen. Anhand konkreter Anwendungsszenarien wird gezeigt, wie KI-Agenten ohne tiefgreifende Vorkenntnisse in bestehende GIS-Workflows integriert werden können.

Inhalte des Workshops:
– Einführung in Large Language Models sowie Prompt Engineering und deren Anwendungsmöglichkeiten für geographische Fragestellungen
– Vorstellung des Konzepts “KI-Agent” und “Agentic AI” (insb. Tool-Use, Entwurf-Patterns)
– Wann sind KI-Agenten sinnvoll einzusetzen und wo liegen ihre Grenzen?
– Hands-on mit Open-Source KI-Agenten-Frameworks in Python am Beispiel von “Smolagents”
– Einführung in weiterführende Technologien wie Retrieval Augmented Generation (RAG) sowie das Model Context Protocol (MCP) und deren praktische Anwendung mit geobezogenen Bibliotheken, Datenbanken und -diensten (z. B. Shapely, PostGIS, WikiData, OSM)
– Kurzdemo: Steuerung von QGIS‑Desktop via Computer-Use
– Hands-on mit visuellen Workflow-Buildern am Beispiel von “Langflow”

Der Workshop richtet sich insbesondere an Einsteiger, die noch keine oder kaum Erfahrungen mit der praktischen Anwendung von LLMs haben. Voraussetzungen für den Workshop sind Grundkenntnisse in der Programmiersprache Python und idealerweise im Umgang mit GIS. Alle Teilnehmenden erhalten zudem umfangreiche Beispielmaterialien zu ausgewählten Use-Cases und KI-Agent-Bibliotheken. Ein API‑Zugriff auf offene Modelle wird im Rahmen des Workshops bereitgestellt.

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FOSSGIS Vortrag/Presentation

Visualisierung von historischen Schiffsrouten mit unscharfer Datengrundlage


Fuest, S., Gollenstede, A., Herbers, M., Kaiser, R. M., Tadge, J.: Visualisierung von historischen Schiffsrouten mit unscharfer Datengrundlage. FOSSGIS 2025, Universität Münster, Deutschland, 26.–29. März 2025.


Im Forschungsverbund DiViAS werden Quellen wie Logbücher und Journale aus dem 18./19. Jh. ausgewertet und analysiert. Im Fokus dieses Vortrags stehen dabei verschiedene Möglichkeiten der Visualisierung von Schiffsrouten mit unscharfer Datengrundlage, welche mit QGIS und Mapbox erstellt werden. Grundlage für die kartographische Darstellung ist eine KI-gestützte Extraktion von unscharfen Orts- und Zeitangaben aus diesen Quellen und deren Modellierung in einer PostgreSQL-Datenbank.


Im Forschungsverbund DiViAS werden bislang kaum verknüpfte wissenschaftliche Methoden und Praktiken in der Digitalisierung, Forschung und Repräsentation von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten und deren Bewegungen in einem zukunftsweisenden transdisziplinären Forschungsprofil systematisch zusammengeführt. Den Ausgangspunkt bilden die großen Sammlungen und archivalischen Überlieferungen des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg und des Akademie-Projekts Prize Papers, deren Entstehungskontexte eng mit europäischer Expansion und Kolonialismus verbunden sind. Bei den zu visualisierenden Schiffsrouten handelt es sich zum einen um deutsche Strafexpeditionen in der Bismarcksee im heutigen Papua-Neuguinea aus dem 19. Jahrhundert und zum anderen um Handels- und Kaperfahrten europäischer Seemächte aus dem 18. Jahrhundert. Die aufgezeichneten Logbücher, Berichte und Journale werden transkribiert und mithilfe von Sprachmodellen und Verfahren des Natural Language Processing, wie der Named Entity Recognition, nach Orts- und Zeitangaben durchsucht. Zusätzlich werden räumliche und zeitliche Präpositionen wie „nach“ oder „bei“ extrahiert.

Reise des Kanonenboots SMS Albatros im Jahre 1886 im Zusammenhang mit kolonialen Sammelaktivitäten in der Bismarcksee. Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin – Kartenabteilung.

Eine große Herausforderung stellt die inhärente Unschärfe dar, die sich sowohl auf Geometrien (z. B. Schiffsrouten, Orte) als auch auf Zeitangaben bezieht. Ursächlich für die Unschärfe können beispielsweise Messfehler bei der Positionsbestimmung, ungenaue Angaben oder Datenlücken sein. Die Unschärfe in Standortbeschreibungen kann, abhängig von der textlichen Beschreibung, vielfältige Ausprägungen annehmen. Daher werden zunächst sogenannte Möglichkeitsräume definiert, die die gesamte räumliche Ausdehnung der entsprechend einer Ortsbeschreibung möglichen Standorte umfassen. Zur visuellen Kommunikation von Unschärfe werden anschließend mittels QGIS Ansätze der kartographischen Symbolisierung unter Nutzung visueller Variablen (z. B. Blurring, Transparenz) herangezogen, aber auch Möglichkeiten dynamischer Effekte wie Animationen exploriert.

Um den unterschiedlichen Ansprüchen verschiedener Nutzergruppen bei der Erkundung der visualisierten Informationen gerecht zu werden, werden unterschiedliche kartographische Aufbereitungen der Inhalte auf OSM-Basis aber auch unter Verwendung einer frei zugänglichen historischen Kartenbasis genutzt. So ergeben sich z. B. durch die Anwendung narrativer Techniken beim kartenbasierten Storymapping mit Mapbox unter Nutzung der Schnittstellen zum raumzeitlichen Datenmanagement mit PostgreSQL/PostGIS neue Möglichkeiten der Vermittlung von historischen Zusammenhängen. Im Rahmen des Vortrags werden verschiedene Arten der kartographischen Repräsentation von raumzeitlicher Unschärfe gezeigt und deren Anwendbarkeit in verschiedenen Nutzungskontexten diskutiert.


https://app.media.ccc.de/v/fossgis2025-57948-visualisierung-von-historischen-schiffsrouten-mit-unscharfer-datengrundlage


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